Meldung vom 09.07.2026

A1 entwickelt Mobilfunknetz gemeinsam mit Skyfora und Nokia zum Sensor für GNSS-Satellitenstörungen weiter

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  • Mobilfunkstandorte agieren als Sensoren: Erkennung von Störungen bei satellitengestützten Ortungs- und Zeitsignalen (GNSS).
  • Erkennung von Anomalien: Identifikation von GNSS-Signalstörungen, die auf Jamming (Signalblockierung) oder Spoofing (Signalfälschung) hinweisen
  • Basiert auf derselben Technologie, die bereits an ausgewählten Netzstandorten zur Wetterdatengenerierung eingesetzt wird
  • Erhöhte Resilienz: Stärkung der Ausfallsicherheit für kritische Infrastrukturen, Behörden und Blaulichtorganisationen.

A1 entwickelt sein Mobilfunknetz konsequent zu einer Datenplattform weiter und integriert eine neue Funktion zur Erkennung von Interferenzen, die globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) beeinträchtigen.

In Zusammenarbeit mit Skyfora und Nokia nutzt A1 seine bestehende Mobilfunkinfrastruktur als verteiltes Sensornetzwerk. Dies ermöglicht eine Überwachung von Störungen bei satellitengestützten Positionierungs- und Zeitsignalen. Die Technologie wird derzeit an ausgewählten Mobilfunkstandorten in Österreich und Slowenien getestet.

Die neue Funktion baut auf derselben technologischen Basis auf, die A1 vor Kurzem bereits für die Generierung von Wetterdaten eingeführt hat. In beiden Fällen werden die an den Mobilfunkstandorten empfangenen GNSS-Signale analysiert, um zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen – von atmosphärischen Bedingungen bis hin zu Signalanomalien.

Vom Wettersensor zur Interferenz-Erkennung
Während der erste Anwendungsfall auf die Verbesserung der kurzfristigen, lokalen Wettervorhersage abzielte, ermöglicht derselbe Ansatz auch die Erkennung von GNSS-Interferenzen. Satellitengestützte Ortungs- und Zeitsysteme wie GPS, Galileo, GLONASS und BeiDou sind unverzichtbar für Navigation, Logistik, Luftfahrt und Telekommunikation sowie für die präzise Zeitsynchronisation, die der modernen digitalen Infrastruktur zugrunde liegt.

Interferenzen – einschließlich Jamming und Spoofing – können diese Systeme beeinträchtigen und den Betrieb in zahlreichen Branchen stören. Unter „Jamming“ versteht man das Blockieren oder Überlagern von Satellitensignalen, während beim „Spoofing“ gefälschte Signale gesendet werden, um Ortungs- oder Zeitsysteme in die Irre zu führen.

Durch die Analyse des GNSS-Signalverhaltens an festen Netzstandorten und den Abgleich der Daten zwischen verschiedenen Standorten kann A1 dazu beitragen, Anomalien zu erkennen und betroffene Gebiete nahezu in Echtzeit zu identifizieren.

Christian Laqué, CTO von A1 Österreich: „Wir entwickeln unser Netzwerk kontinuierlich weiter und erschließen Funktionen, die weit über die reine Konnektivität hinausgehen. Indem wir die selbe technologische Basis nutzen, die auch die Wettermessung ermöglicht, können wir nun auch GNSS-Interferenzen erkennen und wertvolle Erkenntnisse für kritische Infrastrukturen gewinnen. Entscheidend ist, dass diese Informationen genau dort entstehen, wo sie gebraucht werden – mit hoher geografischer Auflösung und ohne dass zusätzliche Infrastruktur erforderlich ist.“

Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen
Mit dieser Initiative zeigen A1, Skyfora und Nokia, wie sich der Mobilfunk über seine traditionelle Rolle hinaus weiterentwickelt und – basierend auf einer gemeinsamen technologischen Plattform – mehrere datengestützte Anwendungsfälle unterstützen kann: von der Wettervorhersage bis hin zu Resilienz-Anwendungen.

Die jüngsten Entwicklungen in Europa haben gezeigt, dass GNSS-Interferenzen für den Transportsektor, die Luftfahrt, die Verteidigung, die Logistik und die öffentliche Sicherheit immer relevanter werden. Da eine zuverlässige Ortung und Zeitsynchronisation für viele Branchen essenziell sind, bildet die Früherkennung ein Schlüsselelement für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Resilienz.

Fredrik Borgström, CEO von Skyfora: „Mobilfunknetze sind in einer einzigartigen Position, um die nationale Resilienz zu stärken. Aufbaufend auf der Expertise von Skyfora im Bereich GNSS-basierter atmosphärischer Beobachtungen über die Telekommunikationsinfrastruktur sind wir stolz darauf, A1 dabei zu unterstützen, ihr Netz in Österreich in ein bodengestütztes Sensornetzwerk zur Erkennung von GNSS-Interferenzen zu verwandeln.“

Christoph Rohr, Country Manager bei Nokia, fügt hinzu: „Telekommunikationsnetze sind eine kritische Infrastruktur für unsere digitale Gesellschaft. Diese Initiative zeigt, wie bestehende Mobilfunktechnologie über die reine Konnektivität hinausgehen kann, um wertvolle datengestützte Erkenntnisse zu liefern. Das stärkt die Resilienz und bereitet die Netze mit neuen Anwendungen auf KI-Arbeitslasten vor. Wir sind stolz darauf, A1 mit unserer Mobilfunktechnologie dabei zu unterstützen, neue Wertschöpfungspotenziale zum Leben zu erwecken.“